Web-Ergonom
Web-Ergonom mit fundiertem Wissen über Usability-Methoden und nutzerzentrierte Gestaltungsprinzipien digitaler Oberflächen
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Der Web-Ergonom analysiert und optimiert die Benutzerfreundlichkeit digitaler Produkte und Webseiten.
Er arbeitet in agilen Entwicklungsteams, Digitalagenturen oder IT-Abteilungen größerer Unternehmen und setzt dabei Werkzeuge wie Eye-Tracking-Systeme, Usability-Testplattformen, Wireframing-Tools sowie Heuristik-Evaluierungsmethoden ein. Er kooperiert eng mit UX-Designern, Entwicklern, Produktmanagern und Auftraggebern, um digitale Schnittstellen an den tatsächlichen Bedürfnissen der Nutzer auszurichten und Fehlerquoten sowie Absprungraten messbar zu reduzieren.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Usability-Testmethoden, sowohl moderiert als auch unmoderiert
- Analyse von Eye-Tracking und Heatmaps zur Optimierung
- Wireframing mit Figma, Axure oder Balsamiq
- Heuristische Evaluation nach Nielsen
- Webanalyse durch Google Analytics oder Matomo
- Erstellung von Personas und Journey Maps
- Kenntnisse in HTML/CSS zur technischen Kommunikation
Soziale Kompetenzen
- Analytisches Denkvermögen bei komplexen Nutzerdaten
- Strukturierte Kommunikation gegenüber nicht-technischen Stakeholdern
- Empathie im Umgang mit Testergebnissen und Nutzerrückmeldungen
- Eigenständige Priorisierung von Maßnahmen nach Wirkungsgrad
- Kritische Reflexion eigener Empfehlungen anhand messbarer Ergebnisse
Aufgaben
- Durchführen von Usability-Tests mit mindestens fünf Probanden pro Iteration und Dokumentation der Ergebnisse in strukturierten Berichten
- Nutzerverhalten analysieren mithilfe von Eye-Tracking-Daten und Heatmap-Tools, um kritische Interaktionsprobleme zu identifizieren
- Erstellen von Wireframes und interaktiven Prototypen in Figma oder Axure zur Validierung von Navigationskonzepten
- Bewerten bestehender Weboberflächen anhand der 10 Heuristiken nach Nielsen und Ableitung priorisierter Handlungsempfehlungen
- Planung und Moderation von Nutzerbefragungen sowie Fokusgruppen zur Erhebung qualitativer Anforderungen
- Auswerten von Webanalyse-Daten über Google Analytics oder Matomo zur Identifikation von Conversion-Schwachstellen
- Entwickeln von Persona-Profilen und Customer-Journey-Maps auf Basis empirischer Nutzerdaten
- Ableiten messbarer Optimierungsziele wie Task-Completion-Rate oder Error-Rate aus Testergebnissen
- Präsentieren von UX-Audit-Berichten vor Projektteams und Entscheidungsträgern
- Begleiten von A/B-Tests in Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams zur Validierung von Designvarianten
Arbeitsumgebungen
- Digitalagenturen und UX-Studios
- IT-Abteilungen großer Unternehmen
- E-Commerce-Plattformbetreiber mit Fokus auf Benutzerfreundlichkeit
- Öffentliche Verwaltung und Behörden (Barrierefreiheit)
- Softwareentwicklungsunternehmen mit UX-Schwerpunkt
- Forschungs- und Beratungseinrichtungen
Karrierewege
- Aufstieg zum UX-Lead oder Head of UX in größeren Produktteams
- Spezialisierung als UX-Researcher auf quantitative Methoden
- Entwicklung zum Accessibility-Spezialist für digitale Barrierefreiheit
- Rolle als Produktmanager mit Schwerpunkt User-Centered Design
- Selbstständiger UX-Berater für digitale Transformationsprojekte
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
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