Betriebsleiter Landwirtschaft
Leitung landwirtschaftlicher Betriebe mit Verantwortung für Produktion, Personal und wirtschaftliche Steuerung
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Der Betriebsleiter Landwirtschaft führt einen landwirtschaftlichen Betrieb eigenverantwortlich und plant sämtliche Produktionsprozesse von der Aussaat bis zur Ernte.
Er setzt Präzisionslandwirtschaft-Tools, Agrarsoftware und moderne Maschinen ein, um Erträge zu optimieren und Ressourcen effizient zu nutzen. Er koordiniert Mitarbeitende, Saisonkräfte und externe Dienstleister und steht im Austausch mit Behörden, Lieferanten sowie Abnehmern. Zudem überwacht er die Einhaltung agrarrechtlicher Vorschriften und Förderbedingungen.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Fundierte Kenntnisse im Ackerbau und der Pflanzenbaukunde
- Erfahrung in der Bedienung GPS-gestützter Landmaschinen
- Versiert im Umgang mit Agrarsoftware wie LAND-DATA und Agrar-Office
- Kompetenz in betriebswirtschaftlicher Planung und Budgetierung
- Erfahrung mit EU-Agrarförderanträgen (GAP)
- Verständnis für integrierten Pflanzenschutz
- Fähigkeit zur Bodenanalyse und Düngungsplanung
- Kenntnisse in Tierhaltung und Stallmanagement
Soziale Kompetenzen
- Zeigt Entscheidungsfreudigkeit unter Zeitdruck
- Strukturierte Arbeitsorganisation und Planung
- Starke Kommunikationsfähigkeiten gegenüber Behörden und Partnern
- Ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Umwelt
- Flexibilität bei wechselnden Witterungsbedingungen
Aufgaben
- Planen der Anbauzyklen unter Berücksichtigung von Bodenanalysen und Wetterprognosen für mindestens drei Kulturen
- Steuern des Maschineneinsatzes mit GPS-gestützten Landmaschinen zur Reduzierung der Betriebsstunden um 15 %
- Kontrollieren der Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen gemäß integriertem Pflanzenschutzplan
- Verwalten des Betriebsbudgets mit Agrarsoftware (z. B. LAND-DATA, Agrar-Office) und Erstellen monatlicher Kostenauswertungen
- Führen und Einarbeiten von bis zu 10 Mitarbeitenden und Saisonkräften nach Arbeitsplänen
- Antragen von EU-Agrarförderungen (GAP-Direktzahlungen) und Überwachen der Förderauflagen
- Dokumentieren der Erntemengen und Vermarktungsmengen in Echtzeit über betriebliche Managementsysteme
- Verhandeln mit Getreide- und Viehhandelsbetrieben zur Optimierung der Verkaufserlöse
- Überwachen der Tierhaltungseinheiten (sofern vorhanden) gemäß Tierschutzgesetz und Hygienevorschriften
- Analysieren von Bodenkennwerten mit Labor-Berichten zur jährlichen Anpassung der Düngungsstrategie
- Koordinieren von Wartungs- und Reparaturarbeiten an Maschinen und Gebäuden in Abstimmung mit Werkstattbetrieben
Arbeitsumgebungen
- Ackerbaubetriebe mit fokussierter Pflanzenproduktion
- Gemischtbetriebe mit integrierter Tierhaltung
- Öko-Landwirtschaftsbetriebe mit nachhaltigen Praktiken
- Genossenschaftliche Agrarbetriebe mit gemeinschaftlicher Verwaltung
- Lohnunternehmen mit Eigenflächen für spezialisierte Dienstleistungen
- Weingüter und Sonderkulturbetriebe mit einzigartigen Anbaukulturen
Karrierewege
- Aufstieg zum Agrarunternehmer mit eigenem Betrieb
- Position als Agrarberater bei der Landwirtschaftskammer
- Betriebsleiter eines Agrarunternehmens mit mehreren Standorten
- Fachberater für Pflanzenschutz oder Düngung
- Lehrkraft an einer Landwirtschaftsschule
- Projektleiter in einem Agrar-Tech-Unternehmen
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
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