KI-Ethiker
KI-Ethiker – Verantwortungsvoller Einsatz von Algorithmen und künstlicher Intelligenz in Organisationen
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Ein KI-Ethiker analysiert und bewertet die ethischen, sozialen und rechtlichen Auswirkungen von Systemen künstlicher Intelligenz in Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen.
Er arbeitet mit Python, R, Fairness-Toolkits wie IBM AI Fairness 360 oder Google What-If Tool sowie Dokumentationsrahmen wie dem EU AI Act und ISO-Normen. Dabei steht er im Austausch mit Datenwissenschaftlern, Produktteams, Rechtsabteilungen, Führungskräften und externen Regulierungsbehörden.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Anwendung von Fairness-Toolkits wie IBM AI Fairness 360 und Google What-If Tool
- Kenntnisse im EU AI Act, DSGVO und ISO/IEC 42001 für regulatorische Konformität
- Grundkenntnisse in Python und R für umfassende Modellanalysen
- Erfahrung mit Erklärbarkeitsframeworks wie SHAP und LIME
- Durchführung von Risikofolgeabschätzungen wie DPIA und ALTAI
- Erstellen technischer Dokumentationen und Compliance-Berichte
- Kenntnisse in Datenschutz und algorithmischer Transparenz
Soziale Kompetenzen
- Analytisches Denken bei komplexen ethischen Abwägungen
- Strukturierte Kommunikation gegenüber fachfremden Zielgruppen
- Eigenverantwortliches Arbeiten in regulatorisch unklaren Situationen
- Kritisches Hinterfragen technischer und organisatorischer Entscheidungen
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit technischen und juristischen Teams
Aufgaben
- Analysieren von KI-Modellen mit IBM AI Fairness 360 zur Erkennung von algorithmischen Verzerrungen und Diskriminierungsrisiken
- Bewerten von KI-Projekten anhand des EU AI Act und Erstellen von detaillierten Risikoklassifizierungsberichten
- Entwickeln umfassender Ethik-Richtlinien für den KI-Einsatz mit klaren Compliance-Kriterien
- Durchführen von Stakeholder-Workshops zur Identifikation ethischer Spannungsfelder in Produktentwicklungsprozessen
- Auditieren von Trainingsdatensätzen auf Repräsentativität und Dokumentieren von Datenlücken mit quantitativen Kennzahlen
- Erarbeiten von Transparenzberichten zu automatisierten Entscheidungssystemen gemäß DSGVO-Anforderungen
- Koordinieren interdisziplinärer Ethikgremien mit Vertretern aus Recht, Technik und Gesellschaftswissenschaften
- Beraten von Produktteams bei der Integration von Privacy-by-Design- und Fairness-by-Design-Prinzipien
- Monitoren aktueller Regulierungsvorhaben auf EU- und nationaler Ebene und Ableiten von Handlungsempfehlungen
- Erstellen von KPI-Dashboards zur Messung ethischer Konformität über den gesamten KI-Lebenszyklus
Arbeitsumgebungen
- Technologieunternehmen mit KI-Produktentwicklung und innovativen Lösungen
- Öffentliche Verwaltung und Regulierungsbehörden, die neue Richtlinien umsetzen
- Forschungs- und Universitätseinrichtungen mit Fokus auf KI-Fortschritt
- Beratungsunternehmen mit Fokus auf digitale Transformation und Ethik
- NGOs und zivilgesellschaftliche Organisationen mit ethischem Engagement
- Finanz- und Versicherungssektor mit automatisierten Entscheidungssystemen
Karrierewege
- Aufstieg zum Chief Ethics Officer in einem führenden Technologieunternehmen
- Tätigkeit als KI-Regulierungsberater bei Behörden oder Ministerien
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich KI-Governance mit ForschungsfokusZum Berufsprofil →
- Leitung eines unternehmensinternen KI-Ethik-Boards zur Richtlinienentwicklung
- Beratung als Politikberater für digitale und technologische Regulierung
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
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