Spezialist für Cybersicherheitsrecht
Rechtliche Absicherung digitaler Infrastrukturen durch fundierte Kenntnisse im Cybersicherheitsrecht und Datenschutz
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Der Spezialist für Cybersicherheitsrecht arbeitet an der Schnittstelle zwischen Recht und Informationstechnologie.
Er analysiert regulatorische Anforderungen wie DSGVO, NIS2 und IT-Sicherheitsgesetz, erstellt Vertragswerke für IT-Dienstleistungen und berät Unternehmen sowie Behörden zu Compliance-Fragen. Er arbeitet eng mit IT-Sicherheitsteams, Datenschutzbeauftragten und externen Aufsichtsbehörden zusammen. Juristische Datenbanken, Compliance-Management-Systeme und Risikobewertungstools gehören zu seinen täglich eingesetzten Arbeitsmitteln.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Fundierte Kenntnisse in DSGVO und europäischem Datenschutzrecht
- Vertrautheit mit NIS2-Richtlinie und KRITIS-Regulierung
- Erfahrung im IT-Vertragsrecht und SLA-Gestaltung
- Kompetenz in Compliance-Management-Systemen wie OneTrust
- Sicherer Umgang mit juristischen Datenbanken wie Juris
- Expertise im Incident-Response-Recht und Meldepflichten
- Verständnis des Cyber Resilience Act und EU-Regulierungsrahmen
- Grundkenntnisse in forensischer Beweissicherung
Soziale Kompetenzen
- Hervorragendes analytisches Denkvermögen bei komplexen Rechtsfragen
- Strukturierte und präzise schriftliche Kommunikation
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit technischen Teams
- Eigenständige Priorisierung bei parallelen Rechtsverfahren
- Diskretion im Umgang mit vertraulichen Informationen
Aufgaben
- Analysieren geltender Rechtsvorschriften (NIS2, DSGVO, KRITIS-Verordnung) und Ableiten konkreter Handlungsempfehlungen für die Organisation
- Ausarbeiten von IT-Verträgen, Auftragsverarbeitungsvereinbarungen und Service-Level-Agreements unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung
- Durchführen rechtlicher Risikoanalysen bei der Einführung neuer digitaler Systeme und Cloud-Dienste
- Begleiten behördlicher Prüfungen durch BSI, Datenschutzbehörden und Strafverfolgungsbehörden mit strukturierter Dokumentation
- Erstellen interner Richtlinien und Schulungsmaterialien zur Sensibilisierung der Belegschaft für Cybersicherheitsrecht
- Bewerten Sicherheitsvorfälle auf rechtliche Meldepflichten gemäß Art. 33 DSGVO und §8b BSIG innerhalb definierter Fristen
- Verfolgen internationaler Entwicklungen (EU Cyber Resilience Act, ENISA-Richtlinien) und Integrieren neuer Anforderungen in bestehende Compliance-Strukturen
- Koordinieren mit externen Anwaltskanzleien und Behörden bei grenzüberschreitenden Datenschutzvorfällen
- Auswerten von Gerichtsurteilen und Regulierungsentscheidungen zur Aktualisierung interner Rechtsgutachten
- Durchführen von Due-Diligence-Prüfungen bei M&A-Transaktionen mit Fokus auf IT-Sicherheitsrisiken und Datenschutzverbindlichkeiten
Arbeitsumgebungen
- Rechtsabteilungen großer Unternehmen mit IT-Infrastruktur
- Spezialisierte Anwaltskanzleien im IT- und Datenschutzrecht
- Öffentliche Verwaltung und Behörden (BSI, Datenschutzbehörden)
- Beratungsunternehmen mit Compliance- und Cybersicherheitsfokus
- Finanzinstitute und Versicherungsunternehmen
- Technologiekonzerne und Softwareanbieter
Karrierewege
- Datenschutzbeauftragter (intern oder extern zertifiziert)
- Aufstieg zum Chief Legal Officer mit Schwerpunkt digitale Transformation
- Partner in einer spezialisierten IT-Rechtskanzlei
- Regulatory Affairs Manager bei europäischen Institutionen
- Compliance-Manager für kritische InfrastrukturenZum Berufsprofil →
- Selbstständige Tätigkeit als Rechtsberater für Cybersicherheit
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
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