Generalintendant
Gesamtverantwortung für künstlerische Programmgestaltung und strategische Betriebsführung einer kulturellen Institution
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Der Generalintendant leitet eine Kulturinstitution – Theater, Oper oder Konzerthaus – in künstlerischer und oft kaufmännischer Hinsicht.
Er entwickelt Spielpläne, verhandelt mit Ensembles, Dirigenten und Gastregisseuren, koordiniert Produktionsabteilungen und vertritt das Haus gegenüber öffentlichen Trägern sowie Sponsoren. Die Arbeit verbindet dramaturgische Konzeption mit Budgetplanung, Personalführung und strategischer Positionierung im nationalen wie internationalen Kulturbetrieb. Enge Zusammenarbeit mit Dramaturgie, Technik, Verwaltung und politischen Gremien prägt den Alltag.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Entwicklung von Spielplänen und dramaturgischen Konzepten
- Erfahrung in Kulturfinanzierung und Zuwendungsrecht
- Kenntnisse im Vertragsrecht im Kulturbetrieb
- Kompetenz in Budgetplanung und Kostencontrolling
- Vertrautheit mit Tarifrecht wie NV Bühne und TVöD
- Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit und Medienarbeit
- Projektmanagement für Bühnenproduktionen mit Fokus auf Effizienz
Soziale Kompetenzen
- Strategisches Urteilsvermögen zur Führung komplexer Projekte
- Starke Verhandlungsstärke in interdisziplinären Teams
- Fähigkeit zur Konfliktlösung in herausfordernden Situationen
- Orientierung an Netzwerken zur Förderung von Kooperationen
- Entscheidungsfreude bei der Steuerung von Projekten
Aufgaben
- Entwicklung eines umfassenden künstlerischen Gesamtkonzepts, das Publikumsprofil und Budgetvorgaben berücksichtigt
- Verhandlung von Verträgen mit Regisseuren, Dirigenten und Gastensembles unter Berücksichtigung tariflicher und künstlerischer Kriterien
- Genehmigung des Jahresspielplans in Zusammenarbeit mit Chefdramaturg und Marketingabteilung
- Steuerung des Gesamtbudgets zur Sicherstellung eines ausgeglichenen Jahresabschlusses
- Führung und Entwicklung des künstlerischen Ensembles durch regelmäßige Mitarbeitergespräche
- Repräsentation der Institution in Förderverhandlungen mit kommunalen und staatlichen Zuwendungsgebern
- Akquisition von Sponsoren und Drittmitteln zur Diversifizierung der Einnahmenstruktur
- Initiierung von Koproduktionen zur Steigerung der internationalen Sichtbarkeit
- Auswertung von Auslastungszahlen und Zuschauerbefragungen zur Programmkorrektur
- Kommunikation der künstlerischen Vision in Pressekonferenzen und öffentlichen Auftritten
Arbeitsumgebungen
- Stadttheater und Staatstheater: Zentren der regionalen Kultur
- Opernhäuser: Hochburgen musikalischer Darbietungen
- Konzert- und Festspielhäuser: Plattformen für nationale und internationale Künstler
- Freie Kulturinstitutionen mit öffentlicher Förderung: Vielfalt und Innovation
- Kulturfestivals: Schaufenster für kulturelle Vielfalt
- Internationale Koproduktionsnetzwerke: Förderung globaler Zusammenarbeit
Karrierewege
- Leitung eines größeren nationalen oder internationalen Opernhauses
- Berufung in kulturpolitische Beratungsgremien oder Jurys
- Tätigkeit als freier künstlerischer Berater für Kulturbehörden
- Professur für Kulturmanagement oder Theaterwissenschaft
- Gründung einer eigenen Produktionsgesellschaft im Kulturbereich
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
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