Cyber-Bedrohungsanalyst
Cyber-Bedrohungsanalyst – technische Analyse aktueller Angriffsvektoren und strukturierte Aufbereitung von Bedrohungsdaten für operative Sicherheitsteams
Tendenz in den meisten Ländern. Die Werte Ihres Landes finden Sie unter „Gehälter, Ausbildung, Arbeitsmarkt“.
Über den Beruf
Der Cyber-Bedrohungsanalyst arbeitet in Security Operations Centern, Threat-Intelligence-Teams oder spezialisierten Beratungsunternehmen.
Er analysiert Schadsoftware, Angriffskampagnen und Taktiken mit Tools wie MISP, OpenCTI, Maltego, Yara und SIEM-Plattformen (Splunk, Elastic). Er liefert strukturierte Lageberichte an SOC-Teams, CISOs, Incident-Responder und externe Partner. Die Arbeit erfordert enge Abstimmung mit Netzwerksicherheits-, Forensik- und Vulnerability-Management-Teams.

Kompetenzen
Fachliche Kompetenzen
- Beherrschung des MITRE ATT&CK Frameworks zur effektiven Bedrohungsanalyse
- Expertise in Malware-Analyse sowohl statisch als auch dynamisch
- Erfahrung mit MISP und anderen Threat-Intelligence-Plattformen zur Datenkorrelation
- Kompetenz im Umgang mit SIEM-Lösungen wie Splunk und Elastic Stack
- Entwicklung von Yara- und Sigma-Regeln zur Erkennung von Angriffsmustern
- Versiertheit in OSINT-Methoden und Werkzeugen wie Maltego und Shodan
- Fähigkeit zur Netzwerkprotokoll-Analyse mit Tools wie Wireshark und Zeek
- Kenntnisse im Reverse Engineering mit Ghidra und IDA Pro
Soziale Kompetenzen
- Analytisches Denkvermögen bei unvollständiger Datenlage
- Strukturierte schriftliche Kommunikation komplexer technischer Sachverhalte
- Belastbarkeit bei zeitkritischen Vorfallsanalysen
- Präzision und Sorgfalt bei der Dokumentation von Befunden
- Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit SOC- und IT-Teams
Aufgaben
- Analysieren von Malware-Samples mithilfe statischer und dynamischer Methoden in Sandbox-Umgebungen wie Any.run und Cuckoo
- Kartieren von Angriffstaktiken nach dem MITRE ATT&CK-Framework und Zuordnung zu bekannten Bedrohungsgruppen
- Erfassen und Pflegen von Indikatoren (IOCs) in MISP und anderen Threat-Intelligence-Plattformen, mit regelmäßigen Aktualisierungen
- Auswerten von OSINT-Quellen, Darknet-Foren und ISAC-Feeds zur Früherkennung neuer Bedrohungsvektoren
- Erstellen von operativen und strategischen Threat-Intelligence-Berichten für diverse Zielgruppen
- Durchführen von Pivoting-Analysen in Maltego zur Aufdeckung von Infrastruktur-Netzwerken der Angreifer
- Korrelieren von Log-Daten in Splunk oder Elastic SIEM zur Identifikation von Anomaliemustern über definierte Zeitfenster
- Entwickeln von Yara- und Sigma-Regeln zur automatisierten Erkennung spezifischer Angriffsmuster
- Bewerten von CVEs und Exploits hinsichtlich ihrer tatsächlichen Ausnutzung in freier Wildbahn
- Koordinieren von Information-Sharing-Prozessen mit CERTs, Behörden und Branchenpartnern
Arbeitsumgebungen
- Security Operations Center (SOC) zur Überwachung und Reaktion auf Bedrohungen
- Threat Intelligence Unit in Großunternehmen, um proaktive Sicherheitsstrategien zu entwickeln
- Staatliche Cybersicherheitsbehörden wie BSI und CERT zur nationalen Sicherheit
- Spezialisierte Cybersicherheitsberatungen für maßgeschneiderte Lösungen
- Finanzsektor und kritische Infrastrukturen (KRITIS) zum Schutz sensibler Daten
- Managed Security Service Provider (MSSP) für umfassende Sicherheitsservices
- Verteidigungsindustrie und Nachrichtendienstumfeld zur Sicherung nationaler Interessen
Karrierewege
- Aufstieg zum Senior Threat Intelligence Analyst, um strategische Entscheidungen zu treffen
- Übernahme der Rolle des Incident Response Lead zur Leitung von Vorfallreaktionen
- Spezialisierung als Malware Researcher zur tiefgehenden Analyse von Bedrohungen
- Position als CISO (Chief Information Security Officer) zur Führung der Sicherheitsstrategie
- Arbeiten als Red Team Operator zur Simulation von Angriffsszenarien
- Beratung als Cybersecurity Consultant zur Optimierung von Sicherheitsmaßnahmen
Gesuchtes Profil
Häufige Fragen
Berufe derselben Branche
Dieser Beruf nach Land: Deutschland · Liechtenstein · Österreich · Schweiz ·








