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Fachkraft für präventiven Konservierungsschutz
Präventiver Konservierungsschutz für Kulturgüter durch systematische Risikoanalyse und wissenschaftlich fundierte Schutzmaßnahmen
25 000 – 55 000 EUR (€)
Gehalt / Jahr
Berufsausbildung
Bildungsniveau
00
Automatisierung
Niedrig
Schwierigkeit
Stabil
Beschäftigung
1-2 Jahre
Marktanspannung
Moderat
Mobilität
Selten
Automatisierung
Niedrig
Schwierigkeit
Stabil
Beschäftigung
1-2 Jahre
Marktanspannung
Moderat
Mobilität
Selten
About
Fachkraft für präventiven Konservierungsschutz arbeitet in Museen, Archiven, Bibliotheken oder Kultureinrichtungen mit dem Ziel, Schäden an Sammlungsobjekten zu verhindern, bevor restauratorische Eingriffe nötig werden. Sie analysiert Umweltbedingungen mit Datenloggern und Klimaüberwachungssystemen, bewertet Risikofaktoren wie Licht, Feuchtigkeit, Schädlinge und unsachgemäße Handhabung und entwickelt Schutzkonzepte in Abstimmung mit Restauratoren, Kuratoren, Architekten und Leihgebern.
Kompetenzen
Technische Kompetenzen
- Überwachung des Klima und Auswertung von Datenloggern
- Durchführung von Risikoanalysen nach Ten Agents of Deterioration
- Integriertes Schädlingsmanagement (IPM) koordinieren
- Kenntnis konservatorischer Verpackungs- und Lagerstandards
- Präzise Lichtmessung (UV, Lux, Infrarot)
- Erstellung von Notfall- und Katastrophenschutzplänen
- Verhandlung von Facility Reports und Leihbedingungen
- Verwendung von Sammlungsmanagementsoftware (TMS, MuseumPlus)
Soft Skills
- Analytisches Denken bei komplexen Risikobewertungen
- Strukturierte Arbeitsweise bei der Dokumentation
- Starke Kommunikationsfähigkeit im interdisziplinären Team
- Eigenverantwortung bei der Priorisierung von Maßnahmen
- Sorgfalt im Umgang mit empfindlichen Objekten
Aufgaben
- Erfassen und Auswerten von Klimadaten wie Temperatur und relativer Luftfeuchtigkeit mittels Datenloggern zur Identifikation kritischer Abweichungen
- Durchführen umfassender Risikoanalysen nach dem Framework of Ten Agents of Deterioration für gesamte Sammlungsbestände
- Erarbeiten schriftlicher Präventionskonzepte mit konkreten Maßnahmenplänen und messbaren Zielvorgaben
- Kontrollieren von Depoträumen, Ausstellungsflächen und Transporten auf Einhaltung definierter Umweltparameter
- Koordinieren integrierter Schädlingsbekämpfungsprogramme (IPM) und Dokumentieren von Befallsereignissen in Datenbanken
- Beurteilen von Verpackungsmaterialien und Lagersystemen anhand konservatorischer Anforderungen wie säurefrei und alterungsbeständig
- Schulen von Mitarbeitenden im sachgerechten Umgang mit Sammlungsobjekten und korrekter Handhabung bei Transporten
- Erstellen von Notfallplänen für Sammlungsschutz bei Katastrophen wie Hochwasser, Brand oder Schimmelbefall mit definierten Prioritätenlisten
- Bewerten von Beleuchtungskonzepten und Messen von UV- und Luxwerten zur Reduzierung lichtbedingter Schäden
- Abstimmen von Leihbedingungen mit nationalen und internationalen Leihgebern
Arbeitsumgebungen
Die Arbeitsumgebungen können variieren:
Staatliche und kommunale Museen mit umfangreichen Sammlungen
Archive und Bibliotheken, die historische Dokumente bewahren
Kunstdepots und Auslagerungsstandorte für wertvolle Exponate
Kulturhistorische Sammlungen in spezialisierten Einrichtungen
Restaurierungswerkstätten für die Erhaltung von Kulturgütern
Internationale Leihverkehr und Transportlogistik für Kunstwerke
Karrierewege
- Aufstieg zur Sammlungsleitung in großen Museumsinstitutionen
- Spezialisierung auf digitale Sammlungsdokumentation und 3D-Erfassung
- Aufbau und Leitung eines institutionellen Notfallnetzwerks
- Beratungstätigkeit für Kultureinrichtungen und Versicherungen
- Lehrtätigkeit an Hochschulen für Konservierung und Restaurierung
Gesuchtes Profil
Präzision bei der Analyse und Dokumentation
Eigeninitiative bei der Entwicklung von Schutzmaßnahmen
Teamfähigkeit in museumsübergreifenden Projekten
Belastbarkeit bei gleichzeitiger Betreuung mehrerer Sammlungsbereiche
Wie werde ich Fachkraft für präventiven Konservierungsschutz?








