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Erzieher im Jugendgerichtshilfedienst (PJJ)
Begleitung junger Menschen in Konfliktsituationen mit dem Gesetz durch sozialpädagogische Maßnahmen und individuelle Betreuungskonzepte
28 000 – 48 000 EUR (€)
Gehalt / Jahr
Fachhochschulniveau
Bildungsniveau
00
Automatisierung
Niedrig
Schwierigkeit
Stabil
Beschäftigung
3-5 Jahre
Marktanspannung
Mittel
Mobilität
Selten
Automatisierung
Niedrig
Schwierigkeit
Stabil
Beschäftigung
3-5 Jahre
Marktanspannung
Mittel
Mobilität
Selten
About
Der Erzieher im Jugendgerichtshilfedienst (PJJ) arbeitet im Rahmen richterlicher Anordnungen mit straffälligen oder gefährdeten Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren. Er nutzt Beobachtungsbögen, Fallanalysen und sozialpädagogische Instrumente, um individuelle Förderpläne zu entwickeln. Er arbeitet eng mit Richtern, Staatsanwälten, Sozialarbeitern, Familien und Schulen zusammen. Seine Tätigkeit findet sowohl in offenen Betreuungsdiensten als auch in geschlossenen Einrichtungen statt und zielt auf die Reintegration junger Menschen in die Gesellschaft ab.
Kompetenzen
Technische Kompetenzen
- Kenntnisse im Jugendstrafrecht und im Kinderschutzrecht
- Erstellung sozialpädagogischer Fallberichte und Gutachten
- Anwendung anerkannter Beobachtungs- und Diagnosemethoden
- Nutzung digitaler Fallmanagementsysteme
- Kenntnisse in Konfliktmediation und Deeskalationstechniken
- Berufsfeld- und Bildungsberatung für Jugendliche
- Gruppenleitung und sozialpädagogische Projektgestaltung
Soft Skills
- Ausgeprägte Fähigkeit zur Grenzziehung bei gleichzeitiger Empathie
- Belastbarkeit in emotional schwierigen Situationen
- Strukturiertes und eigenverantwortliches Arbeiten im institutionellen Rahmen
- Kommunikationsstärke gegenüber unterschiedlichen Gesprächspartnern
- Kritisches Urteilsvermögen bei komplexen Fallkonstellationen
Aufgaben
- Analysieren der Lebenssituation junger Menschen durch strukturierte Beobachtungsbögen und Erstgespräche
- Erarbeiten individueller Erziehungs- und Betreuungspläne in enger Abstimmung mit dem richterlichen Auftrag
- Begleiten von Jugendlichen bei Bildungsmaßnahmen, Berufsqualifizierungen und sozialen Aktivitäten
- Regelmäßige Einzelgespräche zur Reflexion des Verhaltens und Förderung der Selbstverantwortung
- Verfassen detaillierter Berichte für Richter und Staatsanwälte zu Entwicklungsstand und Fördermaßnahmen
- Koordinieren der Zusammenarbeit mit Schulen, Berufsbildungszentren und lokalen Partnerorganisationen
- Organisieren gruppenpädagogischer Aktivitäten zur sozialen Kompetenzförderung mit messbarer Beteiligung
- Überwachen der Einhaltung richterlicher Auflagen und Dokumentieren von Abweichungen im Fallmanagement-System
- Einbeziehen der Familien in den Betreuungsprozess durch regelmäßige Elterngespräche und Hausbesuche
- Bewerten des Reintegrationsfortschritts anhand definierter Indikatoren und Anpassen der Maßnahmen
Arbeitsumgebungen
Die Arbeitsumgebungen können variieren:
Offene Betreuungsdienste der Jugendgerichtshilfe, die Unterstützung bieten
Geschlossene Erziehungseinrichtungen (CEF), die strukturierte Betreuung gewährleisten
Offene Jugendhilfeeinrichtungen (UEHC, UEAJ), die flexible Hilfsangebote bereitstellen
Jugendgerichte und Strafverfolgungsbehörden, die rechtliche Rahmenbedingungen setzen
Sozialpädagogische Tageseinrichtungen, die Tagesstruktur bieten
Bildungs- und Berufsbildungszentren, die Qualifizierung ermöglichen
Karrierewege
- Aufstieg zur Leitungsfunktion in einer sozialpädagogischen Einrichtung
- Spezialisierung in der forensischen Jugendhilfe
- Übergang in die Jugendgerichtsbarkeit als Sachverständiger
- Tätigkeitswechsel in die stationäre Erziehungshilfe
- Koordinator für Prävention und Opferschutz
- Ausbilder an einer Fachschule für Sozialpädagogik
Gesuchtes Profil
Hohes Maß an institutioneller Loyalität und Diskretion
Fähigkeit zur Zusammenarbeit in multidisziplinären Teams
Pädagogische Standfestigkeit ohne autoritären Habitus
Bereitschaft zu Schicht und Abenddiensten
Wie werde ich Erzieher im Jugendgerichtshilfedienst (PJJ)?








